- Das Arzneimittel ist ein Kombinationsarzneimittel mit den Wirkstoffen Betamethasondipropionat (Kortikoid) und Salicylsäure (Keratolytikum, Antiseptikum).
- Das Arzneimittel wird angewendet bei chronischen oder nicht akut verlaufenden trockenen Hauterkrankungen (Dermatosen) bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren:
- Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris)
- chronischen Ekzemen bzw. allergischen Hautentzündungen (u.a. Berufsekzeme) - seborrhoischem Ekzem des Kopfes
- Dyshidrosis lamellosa sicca
- symmetrisch lokalisierten chronischen Ekzemherden
- Knötchenflechte (Lichen ruber planus)
- Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis)
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Produktinformation zu Soderm Plus 3
Indikation
Indikation
Kontraindikation
Kontraindikation
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegenüber Betamethasondipropionat, Salicylsäure oder einen der sonstigen Bestandteile diesees Arzneimittels sind
- wenn Sie an bestimmten virusbedingten Erkrankungen (z.B. Windpocken, Herpes) leiden
- wenn Sie an bakteriellen Erkrankungen (wie z.B.Tuberkulose der Haut, Erysipel oder syphilitische Hautmanifestationen) leiden
- wenn Sie an bakteriellen Erkrankungen oder Pilzerkrankungen der Haut leiden (es sei denn, sie werden entsprechend behandelt)
- auf Hautbereichen, die eine Impfreaktion aufweisen
- auf Hautbereichen, die von Akne, Rosazea (Hautentzündung die rot/ rosig ist), perioraler Dermatitis (Hautentzündung im Bereich von Oberlippe und Kinn) betroffen sind.
- am Auge, auf Schleimhäuten, im Genitalbereich und auf tiefen offenen Wunden
- Bei wiederholter Anwendung: Wenn Sie an Magen- oder Darmentzündungen leiden oder bei einer bestimmten Form von Blutgerinnungsstörung (Hypokoagulabilität)
- Das Arzneimittel darf nicht bei Säuglingen und Kleinkindern sowie bei Patienten mit Niereninsuffizienz angewendet werden.
- Es darf nicht unter Okklusivbedingungen (Pflaster/Verbände usw.) angewendet werden.
- Wegen des Gehaltes an Kortikosteroid und Salicylsäure darf eine Langzeitbehandlung (länger als 3 Wochen) und/oder eine Anwendung auf großen Hautflächen (über 10% Körperoberfläche) nicht erfolgen. Dies gilt besonders bei Kindern und Patienten mit Leberfunktionsstörungen.
Dosierung von Soderm Plus
Dosierung von Soderm Plus
- Wenden Sie das Präparat immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:
- Soweit nicht anders verordnet, wird die Salbe zweimal täglich, morgens und abends dünn auf die erkrankten Hautstellen aufgetragen. Bei leichten Beschwerden bzw. nach Besserung ist die einmal tägliche Applikation ausreichend.
- Kinder
- Bei der Anwendung des Präparats bei Kindern darf die Tagesdosis von 0,2 g Salicylsäure nicht überschritten werden. Bei Kindern darf maximal eine Fläche von weniger als 10% der Körperoberfläche behandelt werden.
- Kinder dürfen nicht länger als 1 Woche mit der Salbe behandelt werden.
- Dauer der Anwendung
- Über die Dauer der Behandlung entscheidet der behandelnde Arzt. Sie richtet sich nach Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung.
- Wegen einer möglicherweise erhöhten Resorption darf die Dauer der Anwendung aber 3 Wochen nicht überschreiten.
- Die maximale tägliche Dosis beträgt für Erwachsene 2 g Salicylsäure und darf nicht länger als 1 Woche angewendet werden.
- Bei Vorliegen einer Infektion sollte die Notwendigkeit einer zusätzlichen antibiotischen Therapie überprüft werden.
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung der Salbe zu stark oder zu schwach ist.
- Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
- Von einer einmaligen Überdosierung (zu große Menge, zu große Hautfläche oder zu häufiger Gebrauch) ist keine Gefahr zu erwarten. Wiederholte Überdosierungen oder falscher Gebrauch können Nebenwirkungen verursachen.
- Exzessive ausgedehnte Anwendung von lokal aufgetragenen Kortikosteroiden (chronische Überdosierung oder Missbrauch) kann zu einer Hemmung der Hypophysen-Nebennierenrinden (NNR)-Funktion mit der Folge einer sekundären NNR-Insuffizienz und zur Symptomatik des Hypercortisolismus, wie z.B. Cushing-Syndrom, führen.
- Falls eine größere Menge oder der gesamte Inhalt einer Tube des Präparats innerhalb kurzer Zeit auf die Haut aufgetragen wurde, ist zwar nicht mit toxischen Symptomen zu rechnen, doch empfiehlt es sich, als Gegenmaßnahme die Salbe abzuwaschen oder mit einem weichen Tuch abzureiben.
- Bei erhöhter Aufnahme von Salicylsäure durch die Haut (z.B. auch unter abdeckenden Verbänden oder bei Langzeitanwendung) können folgende Anzeichen einer Überdosierung auftreten: Übelkeit, Erbrechen, Reizbarkeit, Ohrenklingen, Schwerhörigkeit sowie Trockenheitsgefühl der Haut. Mit vergleichbaren Nebenwirkungen ist auch zu rechnen, wenn das Präparat versehentlich eingenommen wurde.
- Sollte das Präparat in zu großen Mengen angewendet oder versehentlich eingenommen worden sein, verständigen Sie unverzüglich Ihren Arzt, der sich bei der Behandlung der Überdosierung am Krankheitsbild orientiert.
- Halten Sie eine Packung des Arzneimittels bereit, damit sich der Arzt über den eingenommenen Wirkstoff informieren kann.
- Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
- Bitte halten Sie die Anwendungsvorschrift Ihres Arztes ein. Eine vergessene Anwendung bzw. zu wenig aufgetragene Salbe sollte nicht nachgeholt werden. Fahren Sie mit dem verordneten Anwendungsschema fort.
- Wenn Sie die Anwendung abbrechen
- Eine regelmäßige Anwendung ist wichtig für den Erfolg der Behandlung. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B.
wegen des Auftretens von Nebenwirkungen oder weil Sie sich besser fühlen - eigenmächtig die Behandlung mit der Salbe unterbrechen oder vorzeitig beenden. Jede Dosisänderung oder das Absetzen der Behandlung sollte stets nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
- Eine regelmäßige Anwendung ist wichtig für den Erfolg der Behandlung. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie - z.B.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Patientenhinweise
Patientenhinweise
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
- Nebenwirkungen, wie z.B. die adrenale Hemmung, die unter systemischer Anwendung von Kortikosteroiden berichtet wurden, können auch bei topischer Anwendung auftreten, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen.
- Um Symptome einer Vergiftung zu vermeiden, darf die maximale Tagesdosis für Erwachsene 2 g Salicylsäure nicht überschreiten.
- Bei einer Behandlung großer Hautbezirke (etwa 10% der Körperoberfläche und mehr), unter abdeckenden Verbänden (Okklusivverband) oder bei Langzeitbehandlung (über 3 Wochen hinaus), muss eine möglicherweise erhöhte Aufnahme (Resorption) der Wirkstoffe in Betracht gezogen werden.
- Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn Hautreizung oder Sensibilisierung während der Anwendung auftreten.
- Das Arzneimittel ist nicht zur Anwendung auf Schleimhäuten bestimmt.
- Im Gesichtsbereich soll sie Salbe mit Vorsicht angewendet werden, jedoch auf keinen Fall im Bereich der Augen.
- Wenn bei Ihnen verschwommenes Sehen oder andere Sehstörungen auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
- Kortikosteroide hemmen das Wachstum von Hautzellen, was dazu führen kann, dass die oberste Hautschicht (Epidermis) dünner wird. Dieser Effekt bildet sich nach Absetzen meist zurück. Werden Kortikosteroide jedoch zu lange angewendet, nimmt die Zahl der Pigmentzellen (Melanozyten) ab, was zu hellen Flecken (Hypopigmentierung) führt. Zudem wird die Bildung von Kollagen gehemmt, wodurch die Haut dünner wird und an Elastizität verliert. Während sich die dünnere Oberhaut oft erholt, sind die Schäden im Bindegewebe der tieferen Hautschichten (Dermis) dauerhaft und bilden sich nicht mehr zurück.
- Kinder
- Allgemein ist bei der Behandlung von Kindern mit das Arzneimittel erhöhte Vorsicht geboten, da es im Vergleich zu Erwachsenen, durch die Beschaffenheit der kindlichen Haut und infolge der größeren Hautoberfläche im Vergleich zum Körpergewicht, zu einer erhöhten Aufnahme des Kortikosteroids und der Salicylsäure durch die kindliche Haut kommen kann.
- Bei der Behandlung von Kindern darf die tägliche Dosis von 0,2 g Salicylsäure nicht überschritten werden. Bei Kindern darf die maximal behandelte Fläche nicht größer sein als 10 % der Körperoberfläche.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und der Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
- Der Wirkstoff Betamethasondipropionat kann eine Sehstörung verrusachen. Patienten bei denen diese Nebenwirkung auftritt, müssen auf das Führen von Fahrzeugen oder das Bedienen von Maschienen verzichten.
Schwangerschaft
Schwangerschaft
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
- Schwangerschaft
- Während der Schwangerschaft soll die Anwendung dieser Salbe so weit wie möglich vermieden werden und nur, falls unbedingt erforderlich, so kurz und so kleinflächig wie möglich erfolgen.
- Da bei einer Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden während der Schwangerschaft Wachstumsstörungen und Schädigungen des ungeborenen Kindes nicht ausgeschlossen werden können, informieren Sie bitte Ihren Arzt, wenn Sie schwanger werden wollen, schon schwanger sind oder vermuten, schwanger zu sein.
- Stillzeit
- Es ist nicht bekannt, ob bei der topischen Anwendung von Kortikosteroiden eine ausreichende systemische Resorption erfolgt, die zu detektierbaren Mengen in der Muttermilch führt.
- Salicylsäure geht in die Muttermilch über. Eine Schädigung des Säuglings ist bisher nicht bekannt geworden. Trotzdem sollten Sie das Präparat in der Stillzeit nur anwenden, wenn es dringend erforderlich ist. Konsultieren Sie bitte Ihren Arzt. Ist eine Anwendung in der Stillzeit erforderlich, sollte die Salbe nicht im Bereich der Brust angewendet werden. Ein Kontakt des Säuglings mit den behandelten Körperstellen ist zu vermeiden.
Einnahme Art und Weise
Einnahme Art und Weise
- Zur Anwendung auf der Haut.
Wechselwirkungen bei Soderm Plus
Wechselwirkungen bei Soderm Plus
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
- Die in diesem Präparat enthaltene Salicylsäure kann die Aufnahme anderer, an der gleichen Hautstelle angewendeter Arzneistoffe erhöhen. Bei großflächiger, langfristiger Anwendung kann die aufgenommene Salicylsäure
- zu einer erhöhten Konzentration von gleichzeitig eingenom- menem Methotrexat führen und somit dessen toxische Wirkung verstärken
- die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen verstärken.
- Wechselwirkungen mit Laboruntersuchungen sind derzeit nicht bekannt.
Warnhinweise bei Hilfsstoffen
Warnhinweise bei Hilfsstoffen
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Wirkstoffe & Inhaltsstoffe
- Betamethason dipropionat
- 0,64 mg
- Betamethason
- 0,5 mg
- Salicylsäure
- 30 mg
- Paraffin, dickflüssig
- Hilfsstoff
- Vaselin, weiß
- Hilfsstoff
- alpha-Tocopherol
- Hilfsstoff
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- Betamethason dipropionat 0.64 mg
- Betamethason 0.5 mg
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- Paraffin, dickflüssig
- Vaselin, weiß
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