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Kerlone 20mg

100 Stk.
  • Arzneimittel
  • apothekenpflichtig
  • verschreibungspflichtiges Medikament
  • Filmtabletten
  • PZN: DE-02707117

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Produktinformation zu Kerlone 20mg 3

Indikation

  • Dies ist ein Arzneimittel zur Behandlung des Bluthochdrucks. Der arzneilich wirksame Bestandteil Betaxololhydrochlorid gehört zur Gruppe der Betarezeptorenblocker und wird angewendet, um einen zu hohen Blutdruck zu senken.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Betaxolol, andere Betarezeptorenblocker oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • wenn Sie gleichzeitig MAO-Hemmer (Ausnahme MAO-B-Hemmstoffe) einnehmen,
    • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel, die die arzneilich wirksamen Bestandteile Floctafenin oder Sultoprid enthalten, einnehmen
  • oder wenn bei Ihnen die folgenden Erkrankungen festgestellt wurden:
    • medikamentös nicht ausreichend therapierte (nicht kontrollierte) Herzmuskelschwäche,
    • kardiogener Schock,
    • schwere allergische Sofortreaktion (anaphylaktische Reaktion) in der Vorgeschichte,
    • Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern des Herzens ohne Behandlung durch einen Herzschrittmacher (AV-Block 2. oder 3. Grades),
    • Sinusknoten-Syndrom (Sick-Sinus-Syndrom), einschließlich eines sinuatrialen Blocks; ein Sick-Sinus-Syndrom ist eine Erkrankung natürlicher Schrittmacherzellen, die sich in abwechselnd sehr schnellen und langsamen Perioden des Herzschlags äußert.
    • bereits in Ruhe auftretende Schmerzen, meist mit Engegefühl im Brustkorb verbunden, bedingt durch ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf bei koronarer Herzkrankheit (Prinzmetal-Angina),
    • ein Ruhepuls von unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn (Bradykardie),
    • stark erniedrigter Blutdruck (systolisch < 90 mmHg),
    • Übersäuerung des Blutes (metabolische Azidose),
    • schwere Formen von anfallsweise auftretender, schmerzhafter Minderdurchblutung, meist im Bereich der Finger (Raynaud-Symptomatik), sowie weit fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit,
    • schwere Formen von Asthma und chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (Neigung zu Bronchialverkrampfung; bronchiale Hyperreagibilität),
    • unbehandelter hormonproduzierender Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom).
  • Warnhinweis
    • Kalziumkanalblocker vom Verapamil- oder Diltiazem-Typ sowie andere Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen (wie Disopyramid oder Amiodaron) dürfen Ihnen nicht intravenös verabreicht werden, wenn Sie mit diesem Arzneimittel behandelt werden. Eine Ausnahme stellt eine Behandlung unter intensivmedizinischen Bedingungen dar, da hier eine sorgfältige und kontinuierliche Überwachung des Patienten gewährleistet ist.

Dosierung von Kerlone 20mg

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung:
    • Erwachsene
      • Bei leichtem Bluthochdruck nehmen Erwachsene 1-mal täglich ½ Filmtablette (10 mg Betaxololhydrochlorid). Falls notwendig, wird diese Dosierung auf 1-mal täglich 1 Filmtablette (20 mg Betaxololhydrochlorid) erhöht.
      • Bei mittelschwerem Bluthochdruck beträgt die Standarddosis 1-mal täglich 1 Filmtablette (20 mg Betaxololhydrochlorid).
    • Kinder und Jugendliche
      • Dieses Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht ausreichend untersucht wurden.
    • Ältere Patienten
      • Bei älteren Patienten soll die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und eng überwacht werden.
    • Patienten mit Leberfunktionsstörung oder Nierenfunktionsstörung
      • Bei bestehender Leberfunktionsstörung oder im Falle einer Nierenfunktionsstörung (bis zu einer Kreatinin-Clearance von 30 ml/min) ist eine Dosisanpassung für gewöhnlich nicht erforderlich. Es empfiehlt sich jedoch eine längere klinische Überwachung dieser Patienten bei Behandlungsbeginn, bis konstante Wirkstoffkonzentrationen erreicht sind (im Allgemeinen innerhalb von 4 Tagen).
      • Bei Patienten mit schwerer Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) und bei Dialysepatienten sollte die Dosis von einer ½ Filmtablette (10 mg Betaxololhydrochlorid) nicht überschritten werden.
  • Dauer der Anwendung
    • Über die Dauer der Anwendung entscheidet Ihr behandelnder Arzt.
  • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung zu stark oder zu schwach ist.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Bei Überdosierung oder bedrohlichem Abfall der Herzschlagfolge und/oder des Blutdrucks muss die Behandlung unter ärztlicher Aufsicht abgebrochen werden.
    • In Abhängigkeit vom Ausmaß der Überdosierung sind folgende Symptome möglich: Schwäche, Schwindelgefühl, Schweißausbruch, Sehstörungen, Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit, Erbrechen, Abnahme der Herzschlagfolge bis zum Herzstillstand, Herzleistungsschwäche, kardiogener Schock, Sinusarrest (stark verlangsamter Herzschlag oder Aussetzen des Herzschlags), zusätzlich Atembeschwerden, gelegentlich generalisierte Krampfanfälle.
    • Bei dringendem Verdacht einer Überdosierung benötigen Sie ärztliche Hilfe.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Setzen Sie das Arzneimittel nicht eigenmächtig ab.
    • Eine Unterbrechung oder Änderung der Dosierung darf nur auf ärztliche Anweisung erfolgen. Soll die Behandlung nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt werden, hat dies grundsätzlich langsam ausschleichend zu erfolgen, insbesondere wenn Sie an einer Erkrankung der Herzgefäße (koronare Herzkrankheit) leiden. Ein plötzliches Absetzen kann zur Minderdurchblutung des Herzmuskels mit neuerlicher Verschlimmerung von unter Belastung anfallsartig auftretenden Schmerzen, meist mit Engegefühl im Brustkorb (Angina pectoris), oder zu einem Herzinfarkt oder zum Wiederauftreten eines Bluthochdruckes führen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn Sie
      • an einer koronaren Herzerkrankung leiden:
        • Die Behandlung mit dem Arzneimittel darf wegen einer möglichen Verschlechterung der Erkrankung nicht plötzlich abgesetzt werden. Die Dosis soll schrittweise über einen Zeitraum von 1-2 Wochen langsam verringert werden. Falls notwendig, sollte zur selben Zeit mit einer Ersatzbehandlung begonnen werden, um eine Verschlechterung der Angina-pectoris-Erkrankung zu vermeiden.
      • unter milden Formen von Asthma oder an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden:
        • Das Arzneimittel sollte bei Ihnen nur mit äußerster Vorsicht, beginnend mit einer niedrigen Dosierung, eingesetzt werden. Vor Beginn der Behandlung sollte Ihr Arzt einen Lungenfunktionstest durchführen. Beta-2-agonistische Bronchodilatatoren können beim Auftreten bronchospastischer Reaktionen während der Behandlung eingesetzt werden.
      • an einer Herzmuskelschwäche leiden:
        • Wenn Sie an einer Herzmuskelschwäche leiden, die unter medikamentöser Behandlung stabil eingestellt ist, sollte das Arzneimittel bei Bedarf in sehr niedrigen und nur in sich langsam erhöhenden Dosen unter strenger ärztlicher Überwachung bei Ihnen angewendet werden.
      • unter Herzrhythmusstörungen mit zu langsamer Herzschlagfolge leiden:
        • Die Ihnen verordnete Dosis muss von Ihrem behandelnden Arzt verringert werden, falls Ihr Ruhepuls während der Behandlung unter 50-55 Schläge pro Minute fällt und Sie damit in Verbindung stehende Beschwerden haben.
        • unter geringgradigen Erregungsleitungsstörungen von den Vorhöfen auf die Kammern des Herzens (AV-Block 1. Grades) leiden.
      • unter Störungen der peripheren arteriellen Durchblutung leiden:
        • Die Einnahme kann bei Ihnen zu einer Verschlechterung der peripheren arteriellen Gefäßerkrankung führen. Sie dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie an einer weit fortgeschrittenen peripheren arteriellen Verschlusskrankheit leiden.
      • an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden:
        • Wenn Sie an einem hormonproduzierenden Tumor des Nebennierenmarks leiden, der behandelt wird, sollte die Behandlung des Bluthochdrucks bei Ihnen nur unter genauer Blutdrucküberwachung erfolgen. Die Anwendung von Betarezeptorenblockern sollte nur nach vorheriger Alphablockade erfolgen.
      • unter einer Nieren- oder Leberfunktionsstörung leiden:
        • Bei eingeschränkter Nierenfunktion sollte die Ihnen verordnete Dosis vom behandelnden Arzt entsprechend angepasst werden.
        • Bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion wird zu Behandlungsbeginn eine klinische Überwachung empfohlen.
      • an einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) leiden:
        • Sie sollten Ihren Blutzuckerspiegel regelmäßig bestimmen, besonders zu Beginn der Behandlung, da es möglich ist, dass Sie Anzeichen eines stark erniedrigten Blutzuckerspiegels (Unterzuckerung), wie Herzklopfen, Zittern und Schwitzen, nicht rechtzeitig bemerken können.
      • längere Zeit fasten oder sich schwer körperlich belasten:
        • Es kann dann eher zu einer Unterzuckerung kommen.
      • an einer Schuppenflechte leiden:
        • Betarezeptorenblocker können in Einzelfällen eine Schuppenflechte auslösen, die Anzeichen dieser Erkrankung verschlechtern oder zu schuppenflechteähnlichen Hautausschlägen führen. Deshalb sollte die Einnahme bei Kenntnis einer Schuppenflechte (Psoriasis) in Ihrer persönlichen oder familiären Vorgeschichte nur nach sorgfältiger Abwägung durch Ihren behandelnden Arzt erfolgen.
      • bereits schon einmal allergisch reagiert haben:
        • Betarezeptorenblocker können die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und die Schwere akuter allergischer Allgemeinreaktionen erhöhen.
        • Wenn bei Ihnen früher schwere Überempfindlichkeitsreaktionen aufgetreten sind und bei Ihnen eine Behandlung zur Schwächung bzw. Aufhebung der allergischen Reaktionsbereitschaft (Desensibilisierungsbehandlung; Vorsicht: überschießende anaphylaktische Reaktionen!) durchgeführt wird, muss Ihr behandelnder Arzt die Anwendung deshalb streng abwägen.
      • eine Narkose bekommen sollen:
        • Sie müssen Ihren Narkosearzt darüber informieren, dass Sie das Arzneimittel einnehmen, damit er die Wirkungen und Nebenwirkungen des Betarezeptorenblockers bei der Narkose berücksichtigen kann.
      • sich in augenärztlicher Behandlung befinden:
        • Das Arzneimittel vermindert den Augeninnendruck und kann entsprechende Messungen zur Feststellung des Glaukoms beeinflussen. Bei gleichzeitiger Anwendung am Auge und Einnahme von Betarezeptorenblockern können sich die Wirkungen verstärken. Bitte informieren Sie Ihren Augenarzt über Ihre Behandlung mit dem Präparat.
      • an einer Überfunktion der Schilddrüse leiden:
        • Betarezeptorenblocker können die Auswirkungen einer Überfunktion der Schilddrüse auf das Herz und die Gefäße verschleiern.
    • Kinder und Jugendliche
      • Dieses Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen bestimmt, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht ausreichend untersucht wurden.
    • Ältere Patienten
      • Bei älteren Patienten soll die Behandlung mit einer niedrigen Dosis begonnen und eng überwacht werden.
  • Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
    • Die Anwendung kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
    • Zudem kann es bei Missbrauch des Arzneimittels als Dopingmittel zu einer Gefährdung der Gesundheit kommen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Beachten Sie bitte beim Lenken von Fahrzeugen, bei Arbeiten ohne sicheren Halt oder dem Bedienen von Maschinen, dass es durch die Einnahme gelegentlich zum Auftreten von Schwindel und Müdigkeit kommen kann.

Schwangerschaft

  • Schwangerschaft
    • Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf embryonale/fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung (teratogene Effekte). Bisher liegen keine Hinweise auf teratogene Effekte beim Menschen vor.
    • Betarezeptorenblocker vermindern die plazentare Durchblutung, was zu intrauterinem Fruchttod, Fehl- oder Frühgeburten führen kann. Des Weiteren kann es zum Auftreten von Nebenwirkungen (vor allem Unterzuckerung [Hypoglykämie] und Bradykardie) beim Fötus kommen.
    • In der Schwangerschaft dürfen Sie das Arzneimittel nur nach strenger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses durch Ihren behandelnden Arzt einnehmen.
  • Neugeborenenperiode
    • Effekte der mütterlichen Betarezeptorenblockerbehandlung können sich beim Neugeborenen über mehrere Tage nach der Geburt auswirken. Für das Neugeborene besteht in der postnatalen Periode ein erhöhtes Risiko für kardiale und pulmonale Komplikationen. Falls es beim Neugeborenen zum Auftreten von Herzmuskelschwäche kommt, ist eine Aufnahme auf eine Intensivstation notwendig.
    • Wegen des Risikos für eine akute Wasseransammlung in der Lunge (pulmonale Ödeme) ist der Einsatz von Plasmaexpandern zu vermeiden. Über das Auftreten von Bradykardie, Atemdepression und Hypoglykämie wurde ebenfalls berichtet. Eine intensivierte Überwachung des Neugeborenen hinsichtlich Herzfrequenz und Blutzucker innerhalb der ersten 3-5 Lebenstage wird daher empfohlen.
  • Stillzeit
    • Betaxololhydrochlorid, der arzneilich wirksame Bestandteil des Arzneimittels, geht in die Muttermilch über; aus diesem Grund und als Vorsichtsmaßnahme sollten Sie während der gesamten Behandlungszeit nicht stillen.

Einnahme Art und Weise

  • Die Filmtabletten sind zum Einnehmen.
  • Nehmen Sie die Filmtabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
  • Bei Dialysepatienten kann die Einnahme der täglichen Dosis unabhängig vom Zeitpunkt der Dialysebehandlung erfolgen.

Wechselwirkungen bei Kerlone 20mg

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Präparat mit den folgenden Arzneimitteln kann es zu einer Verstärkung der Wirkung und zu einer möglichen Verstärkung der Nebenwirkungen kommen:
      • Reserpin, Alpha-Methyldopa, Clonidin, Guanfacin oder Herzglykoside enthaltende Arzneimittel:
        • Eine gleichzeitige Einnahme von diesem Präparat mit diesen Arzneimitteln wird nicht empfohlen, da es zu einer stark verlangsamten Herzschlagfolge und zu einer Verzögerung der Erregungsleitung am Herzen kommen kann.
      • Fingolimod (Arzneimittel zur Behandlung von multipler Sklerose):
        • Die gleichzeitige Anwendung von Fingolimod mit Betablockern kann die Verlangsamung der Herzschlagfolge verstärken. Eine gleichzeitige Anwendung wird nicht empfohlen. Sollte eine gleichzeitige Anwendung als notwendig erachtet werden, so wird zu Beginn der Behandlung eine angemessene Überwachung, d. h. mindestens über Nacht, empfohlen.
      • Narkosemittel:
        • Die gleichzeitige Anwendung von diesem Arzneimittel und Narkosemitteln kann eine verstärkte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Im Allgemeinen sollte die Behandlung mit Betarezeptorenblockern vor Operationen nicht abgesetzt werden, auf jeden Fall ist aber ein plötzliches Absetzen zu vermeiden. Der Narkosearzt muss über die Behandlung mit Betarezeptorenblockern informiert werden.
        • Falls ein Absetzen der Behandlung notwendig erscheint, sollte ein Abstand von 48 Stunden zwischen der letzten Einnahme von diesem Arzneimittel und der Allgemeinnarkose oder der Anwendung von peripheren Muskelrelaxanzien eingehalten werden.
      • Periphere Muskelrelaxanzien (z. B. Suxamethoniumhalogenid, Tubocurarin):
        • Die muskelerschlaffende Wirkung von peripheren Muskelrelaxanzien kann durch die Betarezeptorenhemmung von diesem Arzneimittel verstärkt oder verlängert werden.
      • Kalziumkanalblocker:
        • Das Arzneimittel sollte nicht gleichzeitig mit Kalziumkanalblockern vom Verapamil-Typ oder innerhalb weniger Tage nach einer Therapie mit Kalziumkanalblockern vom Verapamil-Typ angewendet werden (und umgekehrt).
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel und Kalziumkanalblockern vom Diltiazem-Typ ist eine sorgfältige Überwachung des Patienten angezeigt, da es zu Blutdruckabfall, ausgeprägter Verlangsamung der Herzschlagfolge und anderen Herzrhythmusstörungen kommen kann.
        • Außerdem kann es zu Störungen der Erregungsüberleitung vom Herzvorhof auf die Herzkammer und zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen.
        • Diltiazem: Bei gleichzeitiger Einnahme von Betablockern und Diltiazem wurde über ein erhöhtes Risiko für Depressionen berichtet.
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel und Kalziumkanalblockern vom Nifedipin-Typ kann es zu stärkerem Blutdruckabfall und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen.
      • Baclofen:
        • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Baclofen wird die blutdrucksenkende Wirkung von diesem Arzneimittel verstärkt. Der Blutdruck muss genau überwacht und die Dosierung von diesem Arzneimittel gegebenenfalls angepasst werden.
      • Insulin und blutzuckersenkende Arzneimittel zum Einnehmen:
        • Die gleichzeitige Anwendung von diesem Arzneimittel und Insulin oder blutzuckersenkenden Arzneimitteln zum. Warnzeichen eines erniedrigten Blutzuckers, insbesondere erhöhte Herzfrequenz, können verschleiert oder abgemildert werden. Kontrollieren Sie Ihren Blutzuckerspiegel daher regelmäßig.
      • Lidocain:
        • Wechselwirkungen mit Lidocain wurden für Propranolol, Metoprolol und Nadolol beschrieben.
        • In Kombination mit Betarezeptorenblockern kommt es zu einer Verminderung der Verstoffwechselung von Lidocain in der Leber sowie in der Folge zu einem Anstieg des Lidocainplasmaspiegels. Ein damit verbundener Anstieg von neurologischen und kardialen Nebenwirkungen ist nicht auszuschließen. Die Dosierung von Lidocain sollte daher angepasst werden. Eine klinische und EKG-Überwachung sowie eine Kontrolle des Lidocainplasmaspiegels sollte während und nach Absetzen der Behandlung mit Betarezeptorenblockern durchgeführt werden.
      • Neuroleptika:
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel und Neuroleptika kann es zu stärkerem Blutdruckabfall und in Einzelfällen zur Ausbildung einer Herzmuskelschwäche kommen.
      • Andere blutdrucksenkende Mittel, Vasodilatatoren, harntreibende Mittel (Diuretika) sowie trizyklische Antidepressiva, Barbiturate und Phenothiazine:
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel kann es zu einem verstärkten Blutdruckabfall kommen.
      • Nicht hydrierte Mutterkornalkaloide:
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel kann die Gefahr des Auftretens von peripheren Durchblutungsstörungen erhöht werden.
      • Mefloquin:
        • Bei gemeinsamer Verabreichung von diesem Arzneimittel mit Mefloquin besteht eine erhöhte Gefahr für eine Verlangsamung der Herzschlagfolge.
    • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Präparat mit den folgenden Arzneimitteln kann es zu einer Abschwächung der Wirkung kommen:
      • Sympathomimetika:
        • Bei gemeinsamer Verabreichung mit Sympathomimetika kann die Wirkung der Betarezeptorenblocker abgeschwächt werden.
      • Adrenalin:
        • Bei gleichzeitiger Anwendung von Adrenalin kann es zu einem beträchtlichen Blutdruckanstieg kommen.
      • Arzneimittel gegen Entzündungen (z. B. Indometacin):
        • Diese Arzneimittel können die blutdrucksenkende Wirkung von diesem Präparat abschwächen.
      • Nebennierenrindenhormone:
        • Bestimmte Hormone der Nebennierenrinde (Kortikoide) können die Wirkung von diesem Arzneimittel verringern. Dies gilt auch für Hormone, die die Ausschüttung von Nebennierenrindenhormonen anregen (z. B. Corticotropin).
    • Sonstige mögliche Wechselwirkungen:
      • Amiodaron:
        • Eine gleichzeitige Einnahme von diesem Präparat mit Arzneimitteln, die den Wirkstoff Amiodaron enthalten, wird nicht empfohlen, da es zu Störungen der Herzkontraktion sowie der Erregungsleitung kommen kann.
      • Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen:
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Präparat mit Arzneimitteln gegen Herzrhythmusstörungen (Antiarrhythmika wie Propafenon und Klasse IA: Chinidin, Hydrochinidin und Disopyramid) kann es durch Unterdrückung der sympathischen Kompensationsmechanismen zu Störungen der kardialen Kontraktilität und Erregungsleitung kommen.
      • Clonidin:
        • Bitte beachten Sie, dass nach einem plötzlichen Absetzen eines Arzneimittels, das Clonidin enthält, bei gleichzeitiger Einnahme von diesem Arzneimittel der Blutdruck überschießend ansteigen kann.
        • Das Clonidin enthaltende Arzneimittel darf daher erst abgesetzt werden, wenn einige Tage zuvor die Einnahme von diesem Präparat beendet wurde. Anschließend kann das Clonidin enthaltende Arzneimittel stufenweise abgesetzt werden. Dabei sollte der Blutdruck sorgfältig überwacht werden.
      • Iodhaltige Kontrastmittel:
        • Im Fall von Schock oder Blutdruckabfall nach Verabreichung iodhaltiger Kontrastmittel verursachen Betarezeptorenblocker eine Reduktion kardiovaskulärer Kompensationsmechanismen. Wenn möglich, sollten Betarezeptorenblocker daher vor einer radiologischen Kontrastmitteluntersuchung abgesetzt werden. Falls die Fortführung der Betarezeptorenblocker-Behandlung unumgänglich ist, ist auf die Verfügbarkeit einer Intensivüberwachung zu achten.
      • Arzneimittel zur Neutralisation der Magensäure (Antazida):
        • Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln zur Neutralisation der Magensäure (Antazida) sollte das Arzneimittel 2 Stunden nach dem Antazidum eingenommen werden.
      • Arzneimittel, die bekanntermaßen zu einem stark verlangsamten Herzschlag oder plötzlichem Aussetzen des Herzschlags (Sinusarrest) führen können:
        • Bei gleichzeitiger Anwendung mit Betablockern, einschließlich diesem Arzneimittel, kann ein Sinusarrest auftreten.
Quelle: ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker GmbH3

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Weitere Produkteigenschaften
Packungsgröße: 100 st

Wirkstoffe & Inhaltsstoffe

Betaxolol hydrochlorid
20 mg
Betaxolol
17,88 mg
Carboxymethylstärke, Natriumsalz
Hilfsstoff
Cellulose, mikrokristallin
Hilfsstoff
Hypromellose
Hilfsstoff
Lactose 1-Wasser
Hilfsstoff
Macrogol 400
Hilfsstoff
Magnesium stearat
Hilfsstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfsstoff
Titan dioxid
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Gesamt Natrium Ion
1 mmol Hilfsstoff
Gesamt Natrium Ion
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