- Das Arzneimittel enthält der Wirkstoff Treosulfan. Es gehört zur Gruppe der sogenannten Alkylanzien.
- Diese Arzneimittel hemmen das Wachstum von Krebszellen.
- Treosulfan wurde Ihnen von Ihrem Arzt zur Behandlung von fortgeschrittenem Eierstockkrebs nach mindestens einer vorrangigen Standardtherapie verordnet.
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Produktinformation zu Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg. 3
Indikation
Indikation
Kontraindikation
Kontraindikation
- Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Treosulfan sind.
- wenn Sie nicht genug Blutzellen haben (schwere Knochenmarkdepression).
- Vor jeder Anwendung werden Bluttests gemacht, um zu kontrollieren, ob Sie genug Blutzellen haben, damit Sie Treosulfan erhalten können.
- wenn Sie stillen.
Dosierung von Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg.
Dosierung von Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg.
- Treosulfan wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal in Form einer intravenösen Infusion (Einträufeln in eine Vene) über einen Zeitraum von 15 bis 30 Minuten gegeben.
- Die Dosis wird von Ihrem Arzt speziell für Sie festgelegt.
- Ihr Arzt berechnet Ihre erforderliche Dosis von Treosulfan ausgehend von Ihrem Blutbild.
- Ihr Arzt wird die Dosis verringern, wenn Sie ein anderes Krebsmedikament oder eine Strahlentherapie erhalten haben. Ihre Dosis hängt zudem von Ihrer Körpergröße ab und variiert je nach Ihrer Körperoberfläche (KOF).
- Während der Behandlung mit Treosulfan erfolgt die Gabe als Infusion normalerweise im Abstand von 3 bis 4 Wochen. Im Allgemeinen werden 6 Behandlungszyklen gegeben.
- Ihr Arzt kann die Dosis und Häufigkeit Ihrer Behandlung je nach den Ergebnissen Ihrer Bluttests, Ihrem Allgemeinzustand und anderen Behandlungen, die Sie erhalten, sowie Ihrem Ansprechen auf die Behandlung mit Treosulfan ändern. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Behandlung haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Wenn Sie Schmerzen an der Injektionsstelle spüren, informieren Sie bitte sofort Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
- Anwendung bei Kindern
- Dieses Arzneimittel ist nicht zur Anwendung bei Kindern empfohlen.
- Wenn Ihnen eine größere Menge Treosulfan verabreicht wird, als Sie erhalten sollten
- Wenn Sie eine zu große Menge dieses Arzneimittels erhalten haben, können Übelkeit oder ein Abfall Ihrer Blutzellzahl auftreten.
- Ihr Arzt gibt Ihnen möglicherweise eine Bluttransfusion und leitet je nach Bedarf andere Maßnahmen ein.
- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal.
Patientenhinweise
Patientenhinweise
- Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie das Arzneimittel anwenden.
- Knochenmarkschädigung und Blutbildkontrollen
- Die dosisbegrenzende Nebenwirkung von Treosulfan ist die Einschränkung der Knochenmarkfunktion, die sich nach Absetzen des Arzneimittels im Allgemeinen wieder zurückbildet. Sie äußert sich in einer Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) und in einem Abfall des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin).
- Da die Störungen der Knochenmarkfunktion sich addieren, wird Ihr Arzt ab dem 3. Zyklus Ihr Blutbild in kürzeren Abständen kontrollieren. Dies ist besonders wichtig bei Kombination mit anderen Therapieformen, die das Knochenmark angreifen, wie z. B. Strahlentherapie. Bei eingeschränkter Knochenmarksfunktion besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
- Im Allgemeinen haben weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Blutplättchen (Thrombozyten) nach 28 Tagen ihren Ausgangswert wieder erreicht.
- Lungentoxizität
- Atembeschwerden, Husten oder hohes Fieber können auf eine Lungenerkrankung hinweisen. Bei schwerwiegenden Einschränkungen der Lungenfunktion wie Entzündungen, Vernarbungen oder Infektionen, sollte die Behandlung mit Treosulfan beendet werden.
- Achten Sie auf Folgendes bei der Anwendung von Treosulfan:
- Das Risiko bestimmter Infektionsarten ist erhöht.
- Nach einer Langzeitbehandlung können verschiedene Arten von Blutkrebs auftreten.
- Da Treosulfan über die Nieren ausgeschieden wird, muss Ihr Blutbild sorgfältig überwacht und Ihre Dosis bei einer Nierenfunktionsstörung entsprechend angepasst werden.
- Die Behandlung mit Krebsmedikamenten kann nach bestimmten Impfungen das Risiko von überall im Körper entstehenden Infektionen erhöhen.
- Daher sollten Sie keine Impfungen mit Lebendimpfstoffen erhalten.
- Aufgrund des möglichen Auftretens einer Blasenentzündung, die mit Schmerzen oder häufigerem Harndrang, mit oder ohne Blut im Urin (hämorrhagische Zystitis), einhergeht, sollten Sie bis zu 24 Stunden nach Ihrer Behandlung mit Treosulfan mehr Flüssigkeit als üblich trinken.
- Wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind, müssen Sie auch während der Therapie und in den ersten sechs Monaten nach der Therapie eine wirksame Verhütungsmethode, d. h. eine Empfängnisverhütung anwenden, siehe Kategorie "Schwangerschaftshinweis".
- Extravasation
- Bei der Infusion von Treosulfan ist auf eine einwandfreie Technik zu achten, da es bei Extravasaten von Treosulfanlösung ins umliegende Gewebe zu schmerzhaften entzündlichen Reaktionen des Gewebes kommen kann.
- Falls es doch zu Extravasaten kommt, sollte die Infusion sofort unterbrochen werden und eine eventuell vorhandene Restdosis in eine andere Vene appliziert werden.
- Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Es wurden keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt. Wenn Übelkeit oder Erbrechen auftreten, kann Ihre Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein. Fahren Sie in diesem Fall nicht Auto und bedienen Sie keine Maschinen.
Schwangerschaft
Schwangerschaft
- Treosulfan darf nicht angewendet werden, wenn Sie schwanger sind oder stillen. Während der Behandlung sowie in den ersten sechs Monaten nach der Behandlung müssen Sie zudem eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
- Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Für die Anwendung bei schwangeren und stillenden Frauen liegen keine oder nur begrenzte Daten vor.
- Schwangerschaft
- Da eine Schädigung des Fötus nicht ausgeschlossen werden kann, darf das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, Ihr Arzt hält dies für unbedingt erforderlich.
- Während der Behandlung mit Treosulfan dürfen Sie nicht schwanger werden.
- Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt unverzüglich informieren.
- Empfängnisverhütung bei Frauen
- Während der Behandlung und für die ersten sechs Monate nach der Behandlung mit Treosulfan müssen Sie geeignete Verhütungsmittel anwenden, wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind.
- Stillzeit
- Da eine mögliche Übertragung der Substanz in die Muttermilch nicht ausgeschlossen werden kann, dürfen Sie während der Behandlung nicht stillen.
Einnahme Art und Weise
Einnahme Art und Weise
- Treosulfan wird Ihnen von einem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal in Form einer intravenösen Infusion (Einträufeln in eine Vene) über einen Zeitraum von 15 bis 30 Minuten gegeben.
Wechselwirkungen bei Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg.
Wechselwirkungen bei Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg.
- Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
- Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Dazu gehören auch pflanzliche Arzneimittel.
- Bei gleichzeitiger Gabe von Treosulfan kann es zu einer Wirkungsabschwächung von Arzneimitteln kommen, die die Wirkstoffe Ibuprofen/ Chloroquin enthalten.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Wirkstoffe & Inhaltsstoffe
- Treosulfan
- 5000 mg
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Erfahrungsberichte zu Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg., 1 Stk.
Die Produktbewertungen zu Treosulfan Tillomed 5 g Pulver z.Herst.e.Inf.lsg. beinhalten die persönlichen Erfahrungen der Medizinfuchs-Nutzer. Sie dienen nicht als Ersatz für eine persönliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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