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Produktinformation zu Itraconazol - 1 A Pharma 100 mg Hartkapseln ***

Indikation

  • Dieses Präparat ist ein Arzneimittel mit breitem Wirkungsspektrum zur Behandlung von Pilzerkrankungen.
  • Es wird angewendet bei
    • Oberflächlichen Pilzinfektionen
      • Itraconazol ist, wenn eine äußerliche Behandlung nicht wirksam ist, zur Behandlung folgender Pilzinfektionen angezeigt:
        • Pilzerkrankungen der Haut (z. B. Tinea corporis, Tinea cruris, Tinea pedis, Tinea manus)
        • Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
        • durch Pilze (Dermatophyten und/oder Hefen) verursachte Pilzinfektionen der Finger- und Zehennägel, die mit Onycholysis und/oder Hyperkeratose (Nagelablösung mit vermehrter Hornhautbildung) einhergehen
        • durch Pilze (Aspergillus spp., Hefen [Candida], Fusarium spp.) verursachte Hornhautentzündung des Auges (mykotische Keratitis)
    • Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe (systemische Mykosen)
      • Itraconazol ist zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder innerer Organe (systemischen Mykosen) angezeigt, wie Candidose, Aspergillose, nicht-meningealer Kryptokokkose (bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem mit Kryptokokkose und allen Patienten mit Kryptokokkose des zentralen Nervensystems sollte Itraconazol nur angewendet werden, wenn Therapien der ersten Wahl ungeeignet erscheinen oder unwirksam sind), Histoplasmose, Sporotrichose, Paracoccidioidomykose, Blastomykose und anderen selten auftretenden systemischen oder tropischen Mykosen.
    • Itraconazol kann zur Behandlung einer Kryptokokken-Meningitis angewendet werden bei Patienten
      • die auf Amphotericin B/Flucytosin nicht ansprechen,
      • oder bei denen Amphotericin B/Flucytosin aufgrund einer Nierenschädigung oder aus anderen Unverträglichkeitsgründen nicht angezeigt sind.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden
    • wenn Sie allergisch gegen Itraconazol oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind
    • wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden. Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind und schwanger werden könnten, sollten Sie Empfängnisverhütungsmittel anwenden, um sicher zu gehen, dass Sie nicht schwanger werden, während Sie Ihr Arzneimittel einnehmen. Da Itraconazol noch für einige Zeit, nachdem Sie es abgesetzt haben, im Körper bleibt, sollten Sie weiterhin verhüten, bis Ihre nächste Periode nach Ende der Behandlung einsetzt.
    • wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden:
      • Terfenadin oder Mizolastin (Arzneimittel gegen Allergien)
      • Bepridil, Ivabradin oder Ranolazin zur Behandlung einer Angina pectoris (einengende Brustschmerzen)
      • Nisoldipin, Lercanidipin oder Eplerenon (Anwendung bei hohem Blutdruck)
      • Cisaprid (Anwendung bei Magenverstimmung)
      • Domperidon (gegen Übelkeit und Erbrechen)
      • Midazolam zum Einnehmen oder Triazolam (Schlafmittel oder Mittel gegen Angstgefühle)
      • Lovastatin oder Simvastatin (Anwendung zur Cholesterinsenkung)
      • Lurasidon, Pimozid oder Sertindol (bei Störungen, die Gedanken, Gefühle und/oder Verhalten betreffen)
      • Dihydroergotamin oder Ergotamin (gegen Migränekopfschmerzen)
      • Ergometrin (Ergonovin) oder Methylergometrin (Methylergonovin) zur Anwendung nach einer Entbindung
      • Disopyramid, Dronedaron, Chinidin oder Dofetilid (gegen Herzrhythmusstörungen)
      • Telithromycin (gegen Lungenentzündung) zur Anwendung bei Patienten mit schweren Nieren- oder Leberproblemen
      • Colchicin (gegen Gicht), wenn dieses bei Patienten mit Nieren- oder Leberproblemen angewendet wird
      • Halofantrin (gegen Malaria)
      • Irinotecan (gegen Krebs)
      • Dabigatran (zur Blutverdünnung)
      • Ticagrelor (gegen Blutgerinnsel)
      • Quetiapin (gegen Psychosen)
      • Aliskiren (gegen Bluthochdruck)
      • Darifenacin (gegen Harninkontinenz)
      • Fesoterodin (gegen Reizblase), wenn dieses bei Patienten mit bestimmten Nieren- oder Leberproblemen angewendet wird
      • Sildenafil zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie (erhöhter Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge)
      • Solifenacin (gegen Reizblase), wenn dieses bei Patienten mit bestimmten Nieren- oder Leberproblemen angewendet wird
      • Vardenafil (gegen Erektionsstörungen), wenn dieses bei Männern über 75 Jahren angewendet wird
    • Auch nach Beendigung Ihrer Behandlung dürfen Sie 2 Wochen lang keines der oben genannten Arzneimittel anwenden.
  • Wenn Sie Zeichen einer schweren Herzfunktionsstörung (ventrikuläre Dysfunktion, Herzinsuffizienz) haben oder eine Herzschwäche haben oder hatten.

Dosierung von Itraconazol - 1 A Pharma 100 mg Hartkapseln

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die empfohlene Dosis und Behandlungsdauer beträgt:
  • Oberflächliche Pilzerkrankungen
    • Pilzerkrankungen der Haut:
      • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol) oder 1 x täglich 1 Kapsel (entspr. 100 mg Itraconazol):
        • 7 Tage oder 2 Wochen
    • Pilzerkrankungen der Handinnenflächen und Fußsohlen
      • 2 x täglich 2 Kapseln (entspr. 400 mg Itraconazol) oder 1 x täglich 1 Kapsel (entspr. 100 mg Itraconazol)
        • 7 Tage oder 4 Wochen
    • Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor)
      • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
        • 7 Tage
    • Hornhautentzündung des Auges durch Pilze (mykotische Keratitis)
      • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
        • 3 Wochen
  • Pilzerkrankungen der Nägel
    • Intervalltherapie (Einnahme mit Unterbrechung)
      • Ein Intervall = 2 x täglich 2 Kapseln über eine Woche, dann Einnahmepause über 3 Wochen.
      • Behandlungsdauer: In der Regel 3 Intervalle, also insgesamt 3 Monate (bei alleinigem Befall der Fingernägel kann eine kürzere Behandlungsdauer ausreichen).
    • Kontinuierliche Therapie (Einnahme ohne Unterbrechung)
      • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
      • Behandlungsdauer: In der Regel 3 Monate (bei alleinigem Befall der Fingernägel kann eine kürzere Behandlungsdauer ausreichen).
    • Insbesondere bei Befall der Zehennägel kann der endgültige Therapieerfolg erst nach weiteren 3 Monaten (ohne Behandlung) eintreten.
    • Bei Behandlung von Pilzerkrankungen der Nägel sollte aus Sicherheitsgründen die Behandlungsdauer 3 Monate nicht überschreiten.
    • Hinweis: Um ein gutes Ergebnis zu erreichen, sollte der erkrankte Nagelbereich vor Behandlungsbeginn möglichst wenig traumatisierend (z. B. mit Harnstoffsalben) entfernt werden.
    • Itraconazol verbleibt wesentlich länger in der Haut und in den Nägeln als im Blut. Bei Pilzerkrankungen der Haut tritt eine deutliche Besserung im Allgemeinen in der ersten Woche nach Behandlungsbeginn ein. Eine optimale Heilung wird bei Pilzerkrankungen der Haut 2-4 Wochen, bei Pilzerkrankungen der Nägel 6-9 Monate nach Absetzen von Itraconazol erreicht.
  • Pilzerkrankungen der Schleimhäute und/oder inneren Organe (Systemmykosen)
    • Candidose
      • 1 x täglich 1 bis 2 Kapseln (entspr. 100-200 mg Itraconazol)
      • Bei invasiver oder disseminierter Krankheit (Eindringen der Pilze in Nachbargewebe oder Streuung im Körper) auf 2 x täglich (morgens und abends) 2 Kapseln (entspr. 400 mg Itraconazol) erhöhen.
        • 3 Wochen bis 7 Monate
    • Aspergillose
      • 1x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
      • Bei invasiver oder disseminierter Krankheit (Eindringen der Pilze in Nachbargewebe oder Streuung im Körper) auf 2 x täglich (morgens und abends) 2 Kapseln (entspr. 400 mg Itraconazol) erhöhen.
        • 2-5 Monate
    • Nicht-meningeale Kryptokokkose
      • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
      • In klinischen Studien wurden auch höhere Dosen bis zu 600 mg Itraconazol pro Tag angewandt.
        • 2 Monate bis 1 Jahr
    • Kryptokokken-Meningitis
      • Initialtherapie
        • 2 x täglich (morgens und abends) 2 Kapseln (entspr. 400 mg Itraconazol)
      • In klinischen Studien wurden auch höhere Dosen bis zu 600 mg Itraconazol pro Tag angewandt.
      • Erhaltungstherapie
        • 1 x täglich 2 Kapseln (entspr. 200 mg Itraconazol)
          • 8 - 10 Wochen
    • Histoplasmose
      • 1 x täglich 2 Kapseln bis 2 x täglich (morgens und abends) 2 Kapseln (entspr. 200-400 mg Itraconazol)
        • 8 Monate
    • Sporotrichose
      • 1 x täglich 1 Kapsel (entspr. 100 mg Itraconazol)
        • 3 Monate
    • Paracoccidioidomykose
      • 1 x täglich 1 Kapsel (entspr. 100 mg Itraconazol)
      • Es liegen keine Daten bezüglich der Wirksamkeit von Itraconazol-Kapseln in der angegebenen Dosierung zur Behandlung einer Paracoccidioidomykose bei AIDS-Patienten vor.
        • 6 Monate
    • Chromomykose
      • 1 x täglich 1 bis 2 Kapseln (entspr. 100-200 mg Itraconazol)
        • 6 Monate
    • Blastomykose
      • 1 x täglich 1 Kapsel bis 2 x täglich (morgens und abends) 2 Kapseln (entspr. 100-400 mg Itraconazol)
        • 6 Monate
    • Die Behandlungsdauer hängt vom klinischen und mykologischen Ansprechen des Patienten ab.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge von Itraconazol eingenommen haben, als Ihnen gesagt wurde, nehmen Sie unverzüglich Verbindung mit Ihrem Arzt oder einem Krankenhaus in der Nähe auf.
    • Zur Überdosierung stehen bisher keine Daten zur Verfügung. Es sollten unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden. Gegebenenfalls kann Aktivkohle verabreicht werden. Itraconazol kann nicht durch Blutwäsche entfernt werden. Spezielle Gegenmaßnahmen sind nicht bekannt.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Wenn Sie die Einnahme Ihres Arzneimittels vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis wie gewohnt ein und setzen Sie die Einnahme entsprechend den Anweisungen Ihres Arztes fort. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sie sollten die Behandlung mit Itraconazol nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt vorzeitig abbrechen. Die Wirksamkeit von Itraconazol könnte bei vorzeitigem Abbrechen der Behandlung gemindert sein.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Itraconazol einnehmen.
    • Nehmen Sie Itraconazol nicht mehr ein und suchen Sie sofort Ihren Arzt auf, wenn eines der folgenden Symptome eines schweren Leberproblems während Ihrer Behandlung auftritt:
      • starke Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Bauchschmerzen, ungewöhnlich dunkel gefärbter Urin oder heller Stuhl.
    • Verständigen Sie sofort Ihren Arzt,
      • wenn Sie während der Einnahmezeit von Itraconazol ungewöhnliche Empfindungen in Ihren Händen oder Füßen haben wie Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche;
      • wenn Sie Symptome eines Hörverlustes bei sich bemerken. In sehr seltenen Fällen haben Patienten, die ein itraconazolhaltiges Arzneimittel eingenommen haben, über vorübergehenden oder dauerhaften Hörverlust berichtet.
    • Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn Sie Folgendes haben:
      • jemals eine allergische Reaktion gegen irgendein anderes Arzneimittel gegen Pilze, auch in der Vergangenheit
      • ein Herzproblem einschließlich einer Herzfunktionsstörung (auch Herzinsuffizienz genannt). Itraconazol könnte es verschlimmern. Wenn Ihr Arzt sich entschieden hat, Ihnen Itraconazol zu geben, sollten Ihnen die unten aufgelisteten Beschwerden, auf die Sie achten müssen, beschrieben werden. Wenn Sie eine davon bekommen, hören Sie mit der Einnahme auf und informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt darüber. Folgendes können Zeichen einer Herzfunktionsstörung sein:
        • Kurzatmigkeit
        • unerwartete Gewichtszunahme
        • Anschwellen Ihrer Beine oder Ihres Bauchs
        • Gefühl ungewöhnlicher Müdigkeit
        • nächtliches Aufwachen mit Kurzatmigkeit
      • ein Leberproblem wie Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut), weil Ihre Dosierung von Itraconazol dann eventuell geändert werden muss. Ihr Arzt sollte Ihnen die Symptome, auf die Sie achten müssen, beschreiben. Hierzu zählen: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, ungewöhnliche Müdigkeit, Bauchschmerzen, ungewöhnlich dunkler Urin. Wenn Sie Itraconazol ununterbrochen über mehr als einen Monat einnehmen müssen, könnte es sein, dass Ihr Arzt Ihre Leberfunktion mittels eines Bluttests prüfen möchte. Außerdem dürfen Sie wahrscheinlich bestimmte Arzneimittel nicht anwenden.
      • eine Nierenfunktionsstörung, weil Ihre Dosierung von Itraconazol dann eventuell geändert werden muss. Außerdem dürfen Sie wahrscheinlich bestimmte Arzneimittel nicht anwenden.
      • wenn Sie ein geschwächtes Immunsystem haben, z. B. bei Neutropenie (verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen), AIDS oder nach einer Organtransplantation. Die Dosierung muss dann eventuell erhöht werden.
      • wenn Sie AIDS-Patient sind und eine Pilzerkrankung der Organe haben (wie Sporotrichose, Blastomykose, Histoplasmose, Kryptokokkose [mit und ohne Hirnhautentzündung]), wird Ihr behandelnder Arzt prüfen, ob Sie eine sogenannte Erhaltungstherapie durchführen müssen.
      • wenn Sie zu wenig Magensäure haben. Die Aufnahme von Itraconazol aus den Kapseln in den Körper wird dadurch beeinträchtigt. Wenn Sie säureneutralisierende Arzneimittel (z. B. Aluminiumhydroxid) einnehmen müssen, sollten Sie diese mindestens eine Stunde vor oder frühestens zwei Stunden nach der Einnahme von Itraconazol einnehmen. Patienten mit Magensaftmangel (Achlorhydrie), bestimmte AIDS Patienten oder Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion (z. B. H2-Antagonisten, Protonenpumpenhemmer) einnehmen, sollten Itraconazol mit einem nicht-diätetischen Cola Getränk einnehmen. Ihr behandelnder Arzt wird gegebenenfalls prüfen, ob die Dosierung erhöht werden muss.
    • Kinder und ältere Personen
      • Itraconazol wird bei Kindern und älteren Personen normalerweise nicht gegeben. Ihr Arzt könnte es jedoch in besonderen Fällen verordnen.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Itraconazol kann gelegentlich Schwindelgefühl, Verschwommensehen/Doppeltsehen oder Hörverlust hervorrufen. Fahren Sie nicht und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie diese Beschwerden haben.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Nehmen Sie Itraconazol nicht ein, wenn Sie schwanger sind, es sei denn Ihr Arzt hat Ihnen dazu geraten, weil Sie eine lebenserhaltende Therapie benötigen und der mögliche Nutzen die möglichen Risiken überwiegt.
    • Wenn Sie im gebärfähigen Alter sind und schwanger werden könnten, sollten Sie Empfängnisverhütungsmittel anwenden, um sicher zu gehen, dass Sie nicht schwanger werden, während Sie Ihr Arzneimittel einnehmen. Da der Wirkstoff von Itraconazol noch für einige Zeit, nachdem Sie es abgesetzt haben, im Körper bleibt, sollten Sie weiterhin verhüten, bis Ihre nächste Periode nach Ende der Behandlung mit Itraconazol einsetzt.
    • Falls Sie bemerken sollten, dass Sie nach Behandlungsbeginn mit Itraconazol schwanger geworden sind, beenden Sie die Einnahme und informieren Sie sofort Ihren Arzt.
    • Über die Anwendung von itraconazolhaltigen Kapseln während der Schwangerschaft liegen nur im begrenzten Umfang Informationen vor. In Erfahrungen nach Markteinführung wurde über Fälle von angeborenen Missbildungen berichtet. Dazu gehören Missbildungen des Skeletts, des Urogenitaltrakts, des Herz-Kreislauf-Systems, des Auges, der Chromosomen sowie Mehrfach- Missbildungen. Bisher wurde nicht festgestellt, dass itraconazolhaltige Kapseln die Ursache dafür waren. Epidemiologische Daten hinsichtlich der Einnahme von Itraconazol während der ersten drei Monate der Schwangerschaft - meistens mit nur einer kurzzeitigen Therapiedauer - zeigten kein erhöhtes Missbildungsrisiko.
  • Stillzeit
    • Nehmen Sie Itraconazol nicht ein, wenn Sie stillen, da geringe Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch ausgeschieden werden.

Einnahme Art und Weise

  • Hartkapseln zum Einnehmen.
  • Nehmen Sie die Kapseln bitte unzerkaut direkt nach einer Mahlzeit mit etwas Flüssigkeit (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser) ein, um eine maximale Aufnahme der Substanz in den Körper zu erreichen.

Wechselwirkungen bei Itraconazol - 1 A Pharma 100 mg Hartkapseln

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Es gibt einige Arzneimittel, die Sie während der Einnahme nicht anwenden sollten.
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie die folgenden Arzneimittel anwenden, weil diese verhindern könnten, dass Itraconazol richtig wirkt:
      • Rifampicin, Rifabutin oder Isoniazid (Antibiotika gegen Tuberkulose)
      • Phenytoin, Carbamazepin oder Phenobarbital (Antiepileptika)
      • Efavirenz oder Nevirapin (Arzneimittel zur Anwendung bei HIV/AIDS)
      • Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel)
    • Nehmen Sie Itraconazol nicht innerhalb von 2 Wochen nach Anwendung dieser Arzneimittel ein.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie die folgenden Arzneimittel anwenden, da die gleichzeitige Anwendung zusammen mit Itraconazol nicht empfohlen wird, außer Ihr Arzt hält dies für notwendig:
      • Arzneimittel zur Krebstherapie (namentlich Axitinib, Dabrafenib, Dasatinib, Ibrutinib, Lapatinib, Nilotinib, Sunitinib oder Trabectedin)
      • Simeprevir (gegen Hepatitis C)
      • Riociguat zur Behandlung von pulmonaler Hypertonie (erhöhter Blutdruck in den Blutgefäßen der Lunge)
      • Rifabutin (gegen Tuberkulose)
      • Carbamazepin (gegen Epilepsie)
      • Colchicin (gegen Gicht)
      • Everolimus oder Temsirolimus (nach einer Organtransplantation)
      • Fentanyl (gegen Schmerzen)
      • Apixaban (gegen Blutgerinnsel)
      • Rivaroxaban (gegen Thrombose)
      • Salmeterol (gegen Atemprobleme)
      • Tamsulosin (gegen Harninkontinenz beim Mann)
      • Vardenafil (gegen Erektionsstörungen) für Männer bis 75 Jahre und jünger
      • Atorvastatin (zur Senkung des Cholesterinspiegels)
      • Ciclesonid (gegen Entzündungen, Asthma und Allergien)
      • Ebastin (gegen Allergien)
      • Eletriptan (gegen Migränekopfschmerzen)
      • Tolterodin (gegen Reizblase)
      • Felodipin (wirkt auf Herz- und Blutgefäße)
    • Auch nach Beendigung Ihrer Behandlung mit Itraconazol dürfen Sie 2 Wochen lang keines der oben genannten Arzneimittel anwenden.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, weil Ihre Dosierung oder die der anderen Arzneimittel dann eventuell geändert werden muss:
      • Ciprofloxacin, Clarithromycin oder Erythromycin (Antibiotika gegen Infektionen)
      • Arzneimittel, die auf Herz oder Blutgefäße wirken (Bosentan, Digoxin, Nadolol und Kalziumkanalblocker wie Dihydropyridine oder Verapamil)
      • Telithromycin (gegen Lungenentzündung)
      • Arzneimittel, die die Blutgerinnung verlangsamen oder das Blut verdünnen, wie Cumarine (z. B. Warfarin) oder Cilostazol
      • Methylprednisolon, Budesonid, Fluticason oder Dexamethason (Arzneimittel zum Einnehmen und zur Injektion gegen Entzündungen, Asthma und Allergien)
      • Ciclosporin, Tacrolimus oder Rapamycin (auch als Sirolimus bekannt), die üblicherweise nach einer Organtransplantation gegeben werden
      • Arzneimittel, die bei HIV-Patienten angewendet werden, wie Maraviroc, Ritonavir, Ritonavir-geboostertes Darunavir, Ritonavir-geboostertes Fosamprenavir, Indinavir oder Saquinavir
      • Telaprevir zur Behandlung einer Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus
      • Arzneimittel zur Krebstherapie (wie Bortezomib, Busulfan, Docetaxel, Erlotinib, Gefitinib, Imatinib, Ixabepilon, Ponatinib, Trimetrexat oder eine Gruppe von Arzneimitteln, die als Vinca-Alkaloide bekannt sind)
      • Alfentanil, Buprenorphin, Oxycodon oder Sufentanil (gegen Schmerzen)
      • Methadon zur Behandlung bei Drogenmissbrauch (Opioidabhängigkeit)
      • Buspiron, Alprazolam, Brotizolam, Perospiron oder Midazolam, wenn es in eine Vene injiziert wird (gegen Angstgefühle oder als Schlafmittel)
      • Reboxetin (gegen Depression)
      • Repaglinid oder Saxagliptin (gegen Diabetes)
      • Aripiprazol, Haloperidol oder Risperidon (gegen Psychosen)
      • Aprepitant (gegen Übelkeit und Erbrechen)
      • Fesoterodin, Oxybutynin oder Solifenacin (gegen Reizblase)
      • Sildenafil oder Tadalafil (gegen Erektionsstörungen)
      • Praziquantel (gegen Saug- und Bandwurmbefall)
      • Bilastin (gegen Allergien)
      • Meloxicam (gegen Entzündungen und Schmerzen in den Gelenken)
      • Cinacalcet (gegen überaktive Nebenschilddrüse)
      • Tolvaptan (zur Behandlung eines niedrigen Natriumspiegels im Blut oder bestimmter Nierenprobleme)
      • Alitretinoin (zum Einnehmen) (zur Behandlung von Ekzemen)
      • Arzneimittel zur Verminderung oder Neutralisierung der Magensäure.
  • Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken Patienten mit
    • Magensaftmangel (Achlorhydrie), bestimmte AIDS-Patienten oder Patienten, die Arzneimittel zur Verminderung der Magensekretion (z. B. H2-Antagonisten, Protonenpumpenhemmer) einnehmen, sollten Itraconazol mit einem säurehaltigen Getränk, wie ein nicht-diätetisches Cola-Getränk, einnehmen.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Chinolingelb
Hilfstoff
Gelatine
Hilfstoff
Hypromellose
Hilfstoff
Indigocarmin
Hilfstoff
Maisstärke
Hilfstoff
Poloxamer 188
Hilfstoff
Poloxamer F68
Hilfstoff
Saccharose
Hilfstoff
Titan dioxid
Hilfstoff
Wasser, gereinigt
Hilfstoff


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Itraconazol Heumann 100mg Hartkapseln Heumann Pharma GmbH & Co. Generica KG 28 Stk.


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