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  • verschreibungspflichtig
  • PZN: DE-12600248
  • Rezeptgebühr

    Die Rezeptgebühr für gesetzlich Versicherte beträgt i.d.R. 10% vom Produktpreis und/oder mindestens 5,- bzw. maximal 10,- Euro.

    Unter Umständen kann die tatsächliche Gebühr hiervon abweichen.
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Produktinformation zu CELLCEPT 1g/5ml Pul.z.Herst.e.Suspension z.Einn. ***

Indikation

  • Das Arzneimittel enthält Mycophenolatmofetil.
    • Es gehört zur Arzneimittelgruppe der sogenannten „Immunsuppressiva".
  • Es wird verwendet, um zu verhindern, dass Ihr Körper ein verpflanztes Organ abstößt.
    • eine Niere, ein Herz oder eine Leber.
  • Es sollte in Verbindung mit anderen Arzneimitteln verwendet werden:
    • Ciclosporin und Corticosteroide.

Kontraindikation

  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen Mycophenolatmofetil, Mycophenolsäure oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
    • wenn Sie eine Frau sind, die schwanger sein könnte und Sie keinen negativen Schwangerschaftstest vor Ihrer ersten Verschreibung vorgewiesen haben, da Mycophenolat zu Missbildungen und Fehlgeburten führt.
    • wenn Sie schwanger sind, eine Schwangerschaft planen oder glauben, schwanger zu sein.
    • wenn Sie keine wirksame Empfängnisverhütung verwenden (siehe Schwangerschaft, Verhütung und Stillzeit).
    • wenn Sie stillen.
  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht ein, wenn einer der oben aufgeführten Punkte auf Sie zutrifft.
  • Fragen Sie vor der Einnahme bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Dosierung von CELLCEPT 1g/5ml Pul.z.Herst.e.Suspension z.Einn.

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Wie viel ist einzunehmen?
    • Die einzunehmende Menge hängt von der Art Ihres Transplantats ab. Die üblichen Dosierungen sind unten aufgeführt. Die Behandlung wird so lange fortgeführt, wie verhindert werden muss, dass Ihr Körper das verpflanzte Organ abstößt.
    • Nierentransplantation
      • Erwachsene
        • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 3 Tagen nach der Transplantation verabreicht.
        • Die Tagesdosis beträgt 10 ml Suspension (2 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
        • Nehmen Sie morgens 5 ml Suspension und abends 5 ml Suspension ein.
      • Kinder (im Alter von 2 bis 18 Jahren)
        • Die verabreichte Dosis hängt von der Größe des Kindes ab.
        • Ihr Arzt wird aufgrund von Größe und Gewicht Ihres Kindes (Körperoberfläche gemessen in Quadratmetern oder „m²") entscheiden, welche Dosis die geeignetste ist.
        • Die empfohlene Dosis beträgt zweimal täglich 600 mg/m².
    • Herztransplantation
      • Erwachsene
        • Die erste Dosis wird Ihnen innerhalb von 5 Tagen nach der Transplantation verabreicht.
        • Die Tagesdosis beträgt 15 ml Suspension (3 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
        • Nehmen Sie morgens 7,5 ml Suspension und abends 7,5 ml Suspension ein.
      • Kinder
        • Es liegen keine Informationen für eine Anwendung des Arzneimittels bei Kindern mit einem Herztransplantat vor.
    • Lebertransplantation
      • Erwachsene
        • Die erste Dosis orales Mycophenolatmofetil wird Ihnen frühestens 4 Tage nach der Transplantation verabreicht, und zwar dann, wenn es Ihnen möglich ist, orale Arzneimittel zu schlucken.
        • Die Tagesdosis beträgt 15 ml Suspension (3 g des Arzneimittels), die auf zwei Anwendungen verteilt eingenommen wird.
        • Nehmen Sie morgens 7,5 ml Suspension und abends 7,5 ml Suspension ein.
      • Kinder
        • Es liegen keine Informationen für eine Anwendung des Arzneimittels bei Kindern mit einem Lebertransplantat vor.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten, suchen Sie bitte unverzüglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf. Suchen Sie ebenfalls unverzüglich einen Arzt oder ein Krankenhaus auf, wenn ein anderer versehentlich Ihr Arzneimittel eingenommen hat. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Falls Sie einmal vergessen, das Arzneimittel einzunehmen, nehmen Sie es ein, sobald Sie sich daran erinnern. Nehmen Sie es anschließend wieder zu den gewohnten Zeiten ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Brechen Sie die Einnahme des Arzneimittels nicht ab, es sei denn, Ihr Arzt fordert Sie dazu auf. Ein Abbruch der Behandlung mit Mycophenolatmofetil kann das Risiko einer Abstoßung des Ihnen verpflanzten Organs erhöhen.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie mit der Behandlung beginnen:
      • wenn Sie Anzeichen einer Infektion, wie z. B. Fieber oder Halsschmerzen, haben.
      • wenn Sie unerwartete blaue Flecken oder Blutungen haben.
      • wenn Sie bereits einmal Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt, wie z. B. Magengeschwüre, hatten.
      • wenn Sie ein seltenes Problem mit Ihrem Stoffwechsel haben, eine sogenannte „Phenylketonurie", die erblich ist.
    • wenn Sie eine Schwangerschaft planen oder schwanger werden, während Sie oder Ihr Partner dieses Präparat einnehmen.
    • Die Auswirkungen von Sonnenlicht
      • Das Präparat schränkt Ihre körpereigene Abwehrkraft ein. Aus diesem Grund besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hautkrebs. Sie sollten sich daher vor zu viel Sonnenlicht und UV-Strahlung schützen. Das können Sie machen, indem Sie:
        • schützende Kleidung tragen, die auch Ihren Kopf, Ihren Hals und Ihre Arme und Beine bedeckt
        • Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwenden.
    • Sie dürfen während und für mindestens 6 Wochen nach Beendigung einer Behandlung mit dem Arzneimittel kein Blut spenden. Männer dürfen während und für mindestens 90 Tage nach Beendigung einer Behandlung keinen Samen spenden.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Präparat hat mäßigen Einfluss auf Ihre Verkehrstüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zur Benutzung von Werkzeugen oder zum Bedienen von Maschinen. Wenn Sie sich schwindelig, benommen oder verwirrt fühlen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal und führen Sie kein Fahrzeug und benutzen Sie keine Werkzeuge oder Maschinen, bis es Ihnen besser geht.

Schwangerschaft

  • Verhütung bei Frauen, die das Präparat einnehmen
    • Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, müssen Sie während der Anwendung immer zwei wirksame Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden. Das bedeutet:
      • Bevor Sie mit der Anwendung beginnen
      • Während Ihrer gesamten Behandlung
      • Für 6 Wochen, nachdem Sie die Einnahme beendet haben.
    • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Verhütungsmethode, die für Sie am besten geeignet ist. Dies hängt von Ihrer individuellen Situation ab. Wenden Sie vorzugsweise zwei Formen der Empfängnisverhütung an, um das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft zu verringern. Informieren Sie so schnell wie möglich Ihren Arzt, wenn Sie glauben, dass Ihre Verhütungsmethode nicht wirksam war oder Sie die Einnahme der Pille zur Verhütung vergessen haben.
    • Wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutrifft, sind Sie eine Frau, die nicht schwanger werden kann:
      • Sie sind postmenopausal, d. h. mindestens 50 Jahre alt und Ihre letzte Periode liegt länger als ein Jahr zurück (wenn Ihre Periode ausgeblieben ist, weil Sie sich einer Behandlung gegen Krebs unterzogen haben, besteht immer noch die Möglichkeit, dass Sie schwanger werden könnten).
      • Ihre Eileiter und beide Eierstöcke wurden operativ entfernt (bilaterale Salpingo-Ovariektomie).
      • Ihre Gebärmutter wurde operativ entfernt (Hysterektomie).
      • Ihre Eierstöcke sind nicht mehr funktionsfähig (vorzeitiges Versagen der Eierstöcke, was durch einen Facharzt für Gynäkologie bestätigt wurde).
      • Sie wurden mit einem der folgenden, seltenen, angeborenen Zustände, die das Eintreten einer Schwangerschaft ausschließen, geboren: XY-Gonadendysgenesie, Turner-Syndrom oder Uterusagenesie.
      • Sie sind ein Kind oder Teenager, dessen Periode noch nicht eingetreten ist.
  • Verhütung bei Männern, die das Präparat einnehmen
    • Die verfügbaren Daten deuten nicht darauf hin, dass ein erhöhtes Risiko für Missbildungen oder Fehlgeburten besteht, wenn der Vater Mycophenolat einnimmt. Jedoch kann das Risiko nicht völlig ausgeschlossen werden. Als Vorsichtsmaßnahme wird empfohlen, dass Sie oder Ihre Partnerin während der Behandlung und noch 90 Tage, nachdem Sie die Anwendung beendet haben, eine wirksame Verhütungsmethode anwenden.
    • Wenn Sie beabsichtigen, ein Kind zu bekommen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die möglichen Risiken und alternativen Therapien.
  • Schwangerschaft und Stillzeit
    • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, glauben schwanger zu sein oder planen schwanger zu werden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen. Ihr Arzt wird mit Ihnen über die Risiken im Falle einer Schwangerschaft und die alternativen Behandlungsmöglichkeiten sprechen, die Ihnen zur Verfügung stehen, um eine Abstoßung Ihres verpflanzten Organs zu verhindern, wenn:
      • Sie planen schwanger zu werden.
      • bei Ihnen eine Monatsblutung ausgeblieben ist oder Sie glauben, dass eine Monatsblutung ausgeblieben ist, Sie unregelmäßige Blutungen haben oder glauben schwanger zu sein.
      • Sie Sex haben, ohne eine wirksame Methode zur Empfängnisverhütung anzuwenden.
    • Wenn sie während der Behandlung mit Mycophenolat schwanger werden, informieren Sie sofort Ihren Arzt. Wenden Sie das Präparat trotzdem noch so lange an, bis Sie Ihren Arzt aufgesucht haben.
  • Schwangerschaft
    • Mycophenolat führt sehr häufig zu Fehlgeburten (in 50% der Fälle) und zu schweren Missbildungen (in 23% - 27% der Fälle) beim ungeborenen Baby. Berichtete Missbildungen schließen Anomalien der Ohren, Augen, des Gesichts (Lippenspalte/Gaumenspalte), der Entwicklung der Finger, des Herzens, der Speiseröhre, der Nieren und des Nervensystems ein (z. B. Spina bifida [Missbildung, bei der die Knochen der Wirbelsäule nicht richtig entwickelt sind]). Ihr Baby kann von einer oder mehreren Missbildungen betroffen sein.
    • Wenn Sie eine Frau sind, die schwanger werden könnte, müssen Sie vor Beginn der Behandlung einen negativen Schwangerschaftstest vorweisen und die Anweisungen Ihres Arztes zur Verhütung befolgen. Ihr Arzt kann mehr als einen Schwangerschaftstest verlangen, um sicherzugehen, dass Sie vor Beginn der Behandlung nicht schwanger sind.
  • Stillzeit
    • Wenden Sie das Arzneimittel nicht an, wenn Sie stillen, da kleine Mengen des Arzneimittels in die Muttermilch gelangen können.

Einnahme Art und Weise

  • Wie wird das Arzneimittel hergestellt?
    • Das Arzneimittel ist ein Pulver. Es muss vor der Anwendung mit gereinigtem Wasser vermischt werden. Üblicherweise stellt Ihr Apotheker das Arzneimittel für Sie her. Wenn Sie es selber herstellen müssen, siehe Gebrauchsinformation.
  • Wie ist das Arzneimittel einzunehmen?
    • Versuchen Sie das trockene Pulver nicht einzuatmen.
    • Versuchen Sie ebenfalls, Kontakt mit Ihrer Haut, Ihrem Mund und Ihrer Nase zu vermeiden.
    • Passen Sie auf, dass das fertige Arzneimittel nicht in Ihre Augen kommt.
      • Sollte dies passieren, spülen Sie Ihre Augen mit viel Leitungswasser.
    • Passen Sie auf, dass das fertige Arzneimittel nicht mit Ihrer Haut in Kontakt kommt.
      • Sollte dies passieren, waschen Sie die Stelle gründlich mit Wasser und Seife.
    • Schlucken Sie das Arzneimittel.
    • Vermischen Sie das Arzneimittel nicht mit einer anderen Flüssigkeit, wenn Sie es schlucken.
    • Verschließen Sie die Flasche nach jedem Gebrauch wieder.
  • Weitere Informationen siehe Gebrauchsinformation.

Wechselwirkungen bei CELLCEPT 1g/5ml Pul.z.Herst.e.Suspension z.Einn.

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, wie z. B. pflanzliche Arzneimittel, handelt. Der Grund hierfür ist, dass CellCept die Wirkungsweise von einigen anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Ebenso können andere Arzneimittel die Wirkungsweise von diesem Präparat beeinflussen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal, bevor Sie mit der Anwendung des Präparates beginnen, insbesondere wenn Sie eines der nachfolgenden Arzneimittel einnehmen:
      • Azathioprin oder andere Arzneimittel, die Ihr Immunsystem unterdrücken - diese werden nach einer Organtransplantation verabreicht.
      • Colestyramin - angewendet zur Behandlung eines hohen Cholesterinspiegels.
      • Rifampicin - ein Antibiotikum, das zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionen, wie z. B. Tuberkulose (TB), angewendet wird.
      • Phosphatbinder - angewendet bei Personen mit chronischer Niereninsuffizienz, um die Aufnahme von Phosphaten in Ihr Blut zu vermindern.
      • Antibiotika - angewendet zur Behandlung bakterieller Infektionen
      • Isavuconazol - angewendet zur Behandlung von Pilzinfektionen
      • Telmisartan - angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck
    • Impfungen
      • Wenn Sie während der Anwendung des Arzneimittels eine Impfung (Lebendimpfstoff) benötigen, sprechen Sie zuerst mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Ihr Arzt wird Ihnen raten, welche Impfungen Sie erhalten können.

Warnhinweise bei Hilfsstoffen

Enthält Parabene als Konservierungsmittel. Das Arzneimittel kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit erblich bedingter Fructose-Unverträglichkeit nicht angewendet werden. Enthält Phenylalanin oder Aspartam. Darf bei Patienten mit der Stoffwechselstörung Phenylketonurie nicht angewendet werden.

Wirksame Bestandteile und Inhaltsstoffe


Aspartam
Hilfstoff
Phenylalanin
2,78 mg Hilfstoff
Citronensäure, wasserfrei
Hilfstoff
Natrium citrat
Hilfstoff
Phospholipide (aus Sojabohne)
Hilfstoff
Silicium dioxid, hochdispers
Hilfstoff
Sorbitol
Hilfstoff
Xanthan gummi
Hilfstoff
Methyl 4-hydroxybenzoat
Hilfstoff
Frucht Aroma
Hilfstoff


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