Besondere Vorsicht ist erforderlich
- bei Herzkrankheiten, Prostataerkrankungen mit Restharnbildung, sowie bei Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus)
- bei Patienten mit Epilepsie
- bei übergewichtigen Kindern
Bei längerer Behandlung kann es zur Ausbildung von Gewöhnung und Arzneimittelabhängigkeit, in seltenen Fällen bei entsprechend veranlagten Patienten zu schweren psychischen Störungen kommen. In seltenen Fällen wurde von kardialen und zerebrovaskulären Zwischenfällen berichtet, die häufig bei schneller Gewichtsabnahem auftraten. Bei übergewichtigen Patienten, bei denen das Risiko einer Gefäßerkrankung besteht, sollte auf eine allmähliche und kontrollierte Gewichtsabnahme geachtet werde. Das Arzneimittel sollte Patienten mit akuten oder aus der Vorgeschichte bekannten Erkrankungen des Herzkreislaufs oder des Gehirns nicht verordnet werden.
Besondere Warnhinweise:
Es werden Fälle von schwerem, oft tödliche verlaufenden Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) bei Patienten berichtet, die einen Appetitzügler, wie er in diesme Arzneimittel enthalten ist, eingenommen hatten. Eine epidemiologische Untersuchung hat gezeigt, dass die Einnahme von Appetitzüglern ein Risikofaktor für die Entstehung eines Lungenhochdrucks (pulmonale arterielle Hypertonie) ist, und dass der Einsatz von Appetitzüglern in einem engen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten dieser unerwünschten Wirkung stand. In Anbetracht des seltenen, aber schwerwiegenden Risikos sind folgende Hinweise angebracht:
- Die Angaben zum Anwendungsgebiet und zur Behandlungsdauer müssen genau eingehalten werden.
- Eine Behandlungsdauer von mehr als drei Monaten und eine Körper-Masse-Index von 30 oder mehr erhöhen das Risiko für das Auftreten eines Lungenhochdrucks (pulmonale arterielle Hypertonie)
- Das Auftreten oder die Verschlimmerung einer Atemnot bei Belastung (Belastungsdyspnoe) lässt auf die Möglichkeit eines Lungenhochdrucks schließen. In diesen Fällen sollte die Behandlung sofort abgebrochen und der Patient einer fachärztlichen Untersuchung unterzogen werden.
Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken:
Die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
Die Anwendung des Arzneimittels als Dopingmittel kann eine Gefährdung der Gesundheit zur Folge haben.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Das Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßen Gebrauch die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenhang mit Alkohol.
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.