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Kuhmilchallergie
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Kuhmilchallergie

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Medikamente für Babys bei Kuhmilchallergie

Rund 2 bis 3 Prozent aller Bundesbürger leiden unter einer Allergie gegen Kuhmilch. Mediziner sprechen auch von einer Milcheiweißallergie. Besonders häufig zeigt sich eine Kuhmilchallergie bei Babys und Kleinkindern unter 3 Jahren. Obwohl allein in Deutschland jedes Jahr ungefähr 20.000 Neuerkrankungen auftreten, zählt die Milcheiweißallergie hierzulande zu den eher unbekannten Allergieformen. Nicht selten wird sie mit der Laktoseintoleranz verwechselt, sodass es häufig zu Fehldiagnosen kommt.

Als beste Behandlungsmethode gilt der komplette Verzicht auf Kuhmilch. Bei akuten Beschwerden können Medikamente wie antiallergisch wirkende Antihistaminika verabreicht werden.

Ursachen einer Kuhmilchallergie bei Babys und Kleinkindern

Bei einer Milcheiweißallergie handelt es sich um eine Allergie gegen spezielle Proteine (Eiweiße), die in der Kuhmilch enthalten sind. Dies sind:

  • Kasein
  • Laktoferrin
  • a-Laktoglobulin
  • ß-Laktoglobulin
  • Immunglobuline
  • Rinder-Serumalbumine

Symptome
In den meisten Fällen wird die Allergie durch Kasein sowie ß-Laktoglobulin hervorgerufen. Mediziner unterscheiden zwischen zwei Allergietypen. Dies sind Typ I, der Soforttyp, sowie Typ II, der Spättyp. Bei den meisten Patienten zeigt sich Typ I. Beim Soforttyp leiden die betroffenen Kinder unter Beschwerden wie:

  • Nesselsucht
  • Juckreiz
  • Atemproblemen
  • Husten
  • Schwellungen im Mundraum
  • Schwellungen am Kehlkopf
  • Übelkeit
  • Durchfall

In schweren Fällen ist sogar ein gefährlicher anaphylaktischer Schock möglich. Bei einer Kuhmilchallergie Typ I zeigen sich die Beschwerden innerhalb von zwei Stunden. Dagegen dauert das Auftreten von Symptomen beim Spättyp deutlich länger, mitunter sogar einige Tage. Als typische allergische Beschwerden gelten:

  • chronischer Husten
  • Verstopfung
  • Neurodermitis
  • Darmentzündungen
  • asthmaartige Anfälle
  • Entzündungen der Speiseröhre

Behandlung einer Kuhmilchallergie

Ergibt eine ärztliche Untersuchung, bei der zumeist ein Prick-Test oder eine Antikörperbestimmung stattfindet, dass es sich tatsächlich um eine Kuhmilchallergie handelt, erfolgt in der Regel eine kuhmilchfreie Ernährung. Weil sich die Milcheiweißallergie bei den meisten Kindern bis zum dritten Lebensjahr von selbst wieder zurückbildet, wird empfohlen, kinderärztliche Allergietests in regelmäßigen Abständen vornehmen zu lassen. Erhält der Körper die allergieauslösenden Eiweiße nicht mehr, treten auch keine Beschwerden mehr auf. Die Ernährungsumstellung beschränkt sich in der Regel auf 6 bis 18 Monate. In diesem Zeitraum entwickelt der Großteil der Kinder eine Toleranz gegen die Allergene. Bis zum Schulalter ist die Kuhmilchallergie dann wieder abgeklungen.

Verzicht auf Milcheiweiße problematisch

Der Verzicht auf Milcheiweiße ist nicht unproblematisch. So deckt sich der kindliche Bedarf an Eiweiß und Kalzium in erster Linie durch Milch und Milchprodukte. Im Falle einer Kuhmilchallergie sind daher Alternativen nötig. Erhält das Baby nur Säuglingsnahrung, lässt sich der Bedarf durch Flaschennahrung oder das Stillen durch die Mutter decken. Im weiteren Verlauf lernt das Kind auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten und dagegen andere gezielt zu sich zu nehmen. Oftmals ist eine Anreicherung der Nahrungsmittel mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen erforderlich. Es steht außerdem spezielle Ersatznahrung für Babys und Kleinkinder zur Verfügung, die unter einer Allergie gegen Kuhmilch leiden.

Das Stillen mit der Muttermilch gilt in den ersten vier Lebensmonaten als ideale Ernährung für ein Baby, weil sich dabei Allergien seltener entwickeln. Ist das Stillen jedoch nicht möglich oder wird die Allergie durch die Muttermilch übertragen, kann auf Flaschennahrung zurückgegriffen werden. Dazu zählen:

  • HA-Nahrung (partiell hydrolysierte Säuglingsersatznahrung), bei der sich die Milchproteine nur zum Teil aufspalten. Sie eignet sich zum Vorbeugen einer Milcheiweißallergie, wirkt jedoch nicht, wenn bereits eine Allergie vorliegt.
  • Hydrolysatnahrung (extensiv hydrolysierte Ersatznahrung). Diese kann bei Babys zur Anwendung kommen, bei denen bereits Symptome einer Milcheiweißallergie bestehen und bei denen kein Stillen stattfindet. Allerdings ist mitunter eine allergische Reaktion auf die Restallergene möglich.
  • Aminosäurenformula

Besonders gut geeignet für Babys mit einer Kuhmilchallergie sind Aminosäurenformula, bei denen non-allergene Aminosäuren als Eiweißquellen dienen. Die Aminosäurenformula enthalten keinerlei Kuhmilch, weswegen sie als sicher gelten.

Aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht geeignet ist dagegen Sojaersatznahrung.

Medikamente gegen eine Kuhmilchallergie

Lässt sich eine Ausschluss-Diät gegen eine Milcheiweißallergie nicht durchführen, kommen Medikamente zum Einsatz. Sie bekämpfen im Akutfall allergische Reaktionen. Liegen Beschwerden des Magen-Darm-Trakts oder leichte Hautbeschwerden vor, eignet sich die Gabe von Antihistaminika wie Cetirizin. Dabei werden die Histamin-Rezeptoren im Organismus blockiert. Im Falle einer Allergie erfolgt das Ausschütten von Histamin. Die Antihistaminika verfügen über die Eigenschaft, die Histaminwirkung zu verhindern oder zumindest abzuschwächen. Weitere Antihistaminika sind:


In schweren Fällen einer Kuhmilchallergie können auch Glukokortikoide vom Arzt verschrieben werden wie:

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